Das BAFU zeigte sich zudem zufrieden, dass Leuenbergers Vorschlag für eine weltweite CO2-Abgabe in das Paket für das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls aufgenommen wurde.
Wie erwartet seien «die Ergebnisse nicht spektakulär», sagte der Schweizer Delegationsleiter Thomas Kolly vom BAFU der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. Die Konferenz habe sich vor allem mit Verfahrensfragen befasst. Inhaltliche Themen wie die globalen Emissionsziele würden im Dezember 2009 in Kopenhagen beschlossen.
Nur gerade 80 Mio. Dollar
Nach Posen kann der Anpassungsfonds zwar seine Arbeit aufnehmen, jährlich stehen ihm aber nur gerade 80 Mio. Dollar und bis 2012 300 Mio. Dollar zur Verfügung. Umweltschützer rechnen jedoch mit Kosten in Milliardenhöhe, um die Folgen des Klimawandels zu bewältigen.
Der Leiter des UNO-Klimasekretariats, Yvo de Boer, zog eine durchzogene Bilanz der Konferenz. Er verwies auf die Verabschiedung des Fahrplans für das Ende 2009 geplante neue Welt-Klimaschutzabkommen sowie auf weitere Fortschritte, unter anderem zum Thema Waldschutz.
Keine Einigung
Die Weltklimakonferenz war nach einer nächtlichen Marathonsitzung am frühen Samstagmorgen zu Ende gegangen. Die 190 Staaten konnten sich nicht einigen, ob und wie die Mittel für einen Fonds zur Anpassung an den Klimawandel aufgestockt werden.
