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Australien unterzeichnet Kyoto-Protokoll

Kyoto als erste Amtshandlung: Kevin Rudd.
Montag, 3. Dezember 2007
Sydney - Die neue australische Regierung hat als erste Amtshandlung das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase unterzeichnet. Damit sind die USA der einzige Industriestaat, der dem Abkommen noch nicht beigetreten ist.
Der sozialdemokratische Ministerpräsident Kevin Rudd erklärte nach der Vereidigung seines Kabinetts, er habe die Unterschrift ganz bewusst als erste Amtshandlung gewählt. Die Ratifizierung des Abkommens solle nun möglichst schnell auf den Weg gebracht werden, «idealerweise noch diese Woche oder so», sagte er.

Rudd hatte bei der Wahl vor einer Woche eine elfjährige Dominanz der Konservativen gebrochen. Er hat angekündigt, Australien auch an einem Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll zu beteiligen, über das bei der UN-Klimakonferenz im indonesischen Bali verhandelt wird.

Am Morgen vereidigt

Rudd war am Morgen offiziell vereidigt worden. Vor Generalgouverneur Michael Jeffery legte er im Regierungsgebäude in Canberra seinen Amtseid ab.

Rudd und seine Labor-Partei hatten bei den Parlamentswahlen den bisherigen konservativen Regierungschef John Howard nach elf Jahren Amstzeit geschlagen.

ht/sda