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Anhaltendes Müllchaos in Neapel

Neapel hat Hilfe aus Rom angefordert.
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Rom - Der Grossraum um Neapel leidet weiterhin unter gravierenden Müllentsorgungsproblemen. 100'000 Tonnen unbeseitigter Abfälle stapelten sich nach den Festtagen in der gesamten Provinz.
In mehreren Fällen wurde der Müll auf den Strassen erneut in Brand gesetzt. Die Feuerwehr musste in der Nacht mehrmals ausrücken, um brennende Müllberge zu löschen, die von den Anrainern kurzerhand selbst angezündet worden waren, wie italienische Medien berichteten.

Seit der Vorweihnachtszeit sind die wichtigsten Deponien in der Region wegen eines Arbeitskampfes geschlossen. Die Bürgermeisterin von Neapel Rosa Russo Jervolino bat Staatspräsident Giorgio Napolitano um Hilfe.

Wohin mit dem Abfällen?

Seit Jahren weiss die Region Kampanien rund um Neapel nicht mehr wohin mit den Abfällen. Es fehlt an Verbrennungsanlagen und dem nötigen Platz für Deponien. Zudem wurden mehreren Deponien gerichtlich geschlossen, weil sie von der Mafia kontrolliert worden waren.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte es immer wieder wütende Proteste der Bevölkerung gegeben. Im Mai hatte sich der Müll mehrere Wochen lang auf den Strassen getürmt.

ht/sda