Es sei paradox, dass in unserer vernetzten Welt zwar Wissen überall verfügbar sei und der Wandel schnell passiere. Aber das Fehlen einer gemeinsamen Vision und Agenda führe trotz der grossen globalen Herausforderungen zum Beharren auf dem Status quo. Das diesjährige WEF werde ein Gipfel vieler Anspruchsgruppen, sagte Schwab.
Die Versammlung von Führungpersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, NGOs, Religionen und Kultur erlaube es, die Probleme der Welt systematisch anzugehen, sagte der WEF-Gründer. Das Programm des diesjährigen Treffens konzentriere sich nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch auf die Politik, Ökologie, Wissenschaft oder Gesellschaft.
Finanzkrise im Fokus
Grosses Augenmerk dürften die Diskussionen über die US-Hypothekenkrise, der Energieverbrauch oder die Inflationsentwicklung haben. Zur Diskussion stehe auch die künftige Wirtschaftsentwicklung angesichts der drohenden Rezession in den USA.
Eine bedeutende Rolle werde auch das Thema des Klimawandels spielen, sagte Schwab. Als «Star» der diesjährigen Diskussionen hat das WEF den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore eingeladen, dessen Umweltfilm für Aufsehen sorgte.
Am fünftägigen Treffen vom 23. bis zum 27. Januar in Davos würden 2500 Personen aus 88 Ländern teilnehmen, hiess es weiter. Darunter seien 27 Staats- und Regierungschefs sowie 113 Minister. Auf der Wirtschaftsseite nehmen 1370 Firmenchefs teil. Von den 100 Top-Konzernen der Welt sind 74 vertreten.
