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2005 soll ein gutes Weinjahr werden

Die Weinbauern sind mehrheitlich zufrieden.
Dienstag, 19. Juli 2005
Bern - Während der Hagelschlag die Ertragsaussichten im Waadtländer Lavaux und an der Riviera deutlich verschlechtert hat, rechnen die anderen Schweizer Rebbauregionen mit einem guten Weinjahr 2005.
Wenige Minuten Hagelschlag reichten aus, um die Hoffnungen der Lavaux-Winzer am Genfersee auf ein gutes Weinjahr zu zerstören. 400 bis 500 Hektaren sind betroffen, am stärksten das Gebiet zwischen Cully und Vevey. Die Gesamtanbaufläche im Kanton beträgt 3800 Hektaren.

Nach ersten Schätzungen der Waadtländer Weinbauvereinigung kommt dies einem Verlust von vier bis sechs Millionen Litern gleich. Vor dem Unwetter war mit einem Ertrag von 32,5 Millionen Litern gerechnet worden.

Im Kanton Genf traf es vor allem die Gemeinde Anières, wo 80 bis 100 Prozent der Ernte vernichtet wurden.

Die betroffene Fläche entspricht jedoch nur 5 Prozent des gesamten Genfer Anbaugebiets. Dieses wird nach Angaben des kantonalen Amts für Weinbau 2005 an die 10 Millionen Liter Wein produzieren.

Wallis verschont

Verschont blieben die Walliser Weinbauern. Auf den 5200 Hektaren Anbaufläche werden dieses Jahr schätzungsweise 69 Millionen Liter Wein produziert - gegenüber 84 Millionen im Vorjahr.

Das Freiburger Vully-Gebiet blieb zwar verschont. Hier waren jedoch bereits vor rund zwei Wochen beträchtliche Hagelschäden angerichtet worden. Die Einbussen bewegen sich zwischen 20 und 45 Prozent.

Im Kanton Neuenburg klopfen die Weinbauern dreimal auf Holz, um weiterhin verschont zu bleiben. Es zeichnet sich ein gutes Jahr ab.

Generell wird die zu erwartende Weinqualität als gut bezeichnet - sofern das Wetter nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Nicht alle wollen sich deshalb auf Prognosen einlassen.

Auf eine gute Qualität hofft aber auch das Tessin. Hier dürften in diesem Jahr etwas weniger Merlot-Trauben gelesen werden als 2004 mit 6529 Tonnen.

rr/sda