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Zyklon Heta verwüstet Insel in der Südsee

Das Auge eines Zyklons. (Archiv)
Mittwoch, 7. Januar 2004
Sydney/Wellington - Ein Zyklon mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern hat die kleine Pazifik-Insel Niue verwüstet. Mindestens ein Mensch sei ums Leben gekommen, teilte ein Sprecher des neuseeländischen Aussenministeriums mit.
Zahlreiche Gebäude in der Hauptstadt Alofi, darunter auch das Krankenhaus, seien beschädigt. Der Zyklon Heta sei direkt auf das Atoll 2400 Kilometer nordöstlich von Neuseeland zugerast, berichtete das der australische Sender ABC.

Vermutlich sei auch die Ernte zerstört worden, sagte der Regierungschef von Niue, Young Vivian, der sich derzeit in Neuseeland aufhält. Niue ist ein mit Neuseeland assoziiertes, selbstverwaltetes Territorium. Auf der 260 Quadratkilometer grossen Insel leben etwa 1300 Menschen.

Das genaue Ausmass der Schäden auf Niue blieb unklar. Die Insel sei von der Aussenwelt abgeschnitten, sagte der neuseeländische Ministeriumssprecher weiter. Es habe nur zwei kurze telefonische Kontakte während des Sturms gegeben.

Der erste Zyklon der Saison hatte zuvor auf Samoa Überschwemmungen ausgelöst, Bäume entwurzelt sowie Häuser und Felder verwüstet. Im benachbarten, zu den USA gehörenden Amerikanisch-Samoa wurde der Notstand ausgerufen. Über Opfer dort wurde zunächst nichts bekannt.

fest/sda