Anzeige

Zürich macht ersten Schritt zu Ausstieg aus Atomenergie

Erst wenn das Kernkraftwerk Gösgen den Betrieb einstellt, läuft die Zürcher Kernkraftwerk-Beteiligung aus.
Sonntag, 30. November 2008
Zürich - Die Stadt Zürich soll langfristig aus der Atomenergie aussteigen. Das Stimmvolk hiess am Sonntag eine entsprechende Ergänzung der Gemeindeordnung (GO) mit 76,4 Prozent Ja-Anteil bei einer Stimmbeteiligung von 46,4 Prozent gut.
Die GO-Ergänzung hält unter anderem fest, dass die Stadt sich nicht mehr an neuen Atomkraftwerken beteiligt.

Der Ausstieg erfolgt allerdings nicht von heute auf morgen: Erst wenn das Kernkraftwerk Gösgen dereinst den Betrieb einstellt, läuft die letzte Zürcher Kernkraftwerk-Beteiligung aus.

Zudem schreibt die GO neu eine Reduktion des Energieverbrauchs auf einen Drittel des heutigen Wertes vor.

Drei Viertel des Energiebedarfs sollen dannzumal aus erneuerbaren Energiequellen stammen, der CO2-Ausstoss soll von heute sechs Tonnen pro Person und Jahr auf eine Tonne reduziert werden.

Die Stadt Zürich ist damit die erste Schweizer Gemeinde, welche die Reduktion des CO2-Ausstosses und den Verzicht auf die Atomenergie in ihrer Verfassung verankert.

li/sda