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Zu gefährlicher Wiederaufbau in Brienz

Mehrere betroffene Gebäude werden nicht wieder aufgebaut.
Dienstag, 4. Oktober 2005
Brienz/BE - Nach den Unwettern vom August werden in Brienz BE mehrere Gebäude am Glyssibach nicht wieder aufgebaut.
Betroffen sind insgesamt zehn Parzellen. Der Gemeinderat wisse um die einschneidenden Auswirkungen für die betroffenen Grundeigentümer, heisst es in einer Mitteilung der Gemeinde. Beim Entscheid hätten die Gesamtsicht gegen Einzelinteressen abgewogen werden müssen.

Mit verschiedenen Massnahmen will die Gemeinde zusammen mit dem Kanton den Schutz entlang des Glyssibachs verbessern. So ist unter anderem ein Rückhaltedamm vorgesehen, der das Gebiet von Unterschwanden besser schützt. Im unteren Teil des Glyssibachs, im Baugebiet von Brienz, wird ein Abflusskorridor eingerichtet.

Notmassnahmen werden umgesetzt

In dem dafür nötigen Bereich ist ein Wiederaufbau der zerstörten Häuser nach Ansicht der Gemeinde nicht zu verantworten. Betroffen sind zehn Bauparzellen, auf denen Gebäude beim Unwetter teilweise beschädigt oder ganz zerstört worden sind.

Den Brienzern bereitet nicht nur der Glyssibach Sorgen, auch am Trachtbach werden bis 2006 Notmassnahmen umgesetzt. Dazu gehören ein Damm und zwei Brücken, die bei Hochwasser leicht weggeschwemmt werden.

Ende August wurden bei verheerenden Unwettern rund 20 Liegenschaften vom tobenden Glyssibach verwüstet. Zwei Personen kamen in den Wasser- und Schlammmassen ums Leben.

smw/sda