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Weitere Regenfälle in Sicht

Zehntausende flüchten vor Hochwasser in Pakistan

Hunderte Dörfer und Felder hat das Hochwasser schon vor einem Jahr überflutet. (Archivbild)
Mittwoch, 17. August 2011
Karachi - Ein Jahr nach der Hochwasser-Katastrophe in weiten Teilen Pakistans haben Überschwemmungen im Süden des Landes erneut zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. 60'000 Menschen seien aus den Hochwassergebieten in der Provinz Sindh geflohen.
Von den Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle seien insgesamt mindestens 700'000 Menschen betroffen. Dies sagte der Vertreter der Katastrophenschutzbehörde von Sindh, Sajjad Haider Shah, am Mittwoch.

Das Hochwasser habe hunderte Dörfer und zahlreiche Felder überflutet. Unbestätigten Berichten zufolge seien vergangene Woche 30 Menschen durch das Unwetter ums Leben gekommen.

Am schlimmsten betroffen war den Angaben zufolge der Bezirk Badin, wo mehr als die Hälfte der Einwohner fliehen musste. Das Wetteramt sagte für die kommenden Tage weitere Regenfälle voraus.

Riesengrosser Schaden

Vergangenen Sommer hatten heftige Regenfälle in Pakistan derart schwere Überschwemmungen ausgelöst, dass rund 21 Millionen Menschen auf einem Gebiet von der Grösse Englands davon betroffen waren. Die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank schätzten den Schaden auf 9,7 Milliarden Dollar.

Bis heute leben immer noch zehntausende Flutopfer von damals in Notunterkünften. Hilfsorganisationen werfen den pakistanischen Behörden vor, seit der Katastrophe des Vorjahrs nicht ausreichend in den Hochwasserschutz investiert zu haben.

bg/sda