Die Behörden schickten schweres Grabungsgerät ins Unglücksgebiet, um die Suche zu beschleunigen. Bagger und Planierraupen waren zur Räumung der mit Trümmern und Geröll übersäten Strassen im Einsatz. Hunderte Helfer suchten im Dorf Jamblung im Zentrum der Insel mit Schaufeln und blossen Händen in Schlamm und Schutt nach möglichen Überlebenden.
Insgesamt beteiligten sich nach amtlichen Angaben mehr als 2000 Freiwillige, Polizisten und Soldaten an den von Suchhunden unterstützten Rettungsarbeiten, die durch starke Regenfälle behindert wurden. Aus Sorge vor neuen Erdrutschen waren die Rettungsarbeiten zeitweise unterbrochen.
Tausende Schaulustige behinderten den Strassenverkehr, es kam zu Staus. Zudem war die Koordinierung des Einsatzes schwierig, weil in dem Unglücksgebiet die Telefonverbindungen nicht funktionierten.
Regenzeit begonnen
In Indonesien hat vor kurzem die Regenzeit begonnen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde lebt etwa die Hälfte der 250 Millionen Einwohner des südostasiatischen Landes in Gegenden, die bei starkem Niederschlag von Erdrutschen bedroht sind. Bereits im Jahr 2006 waren in der Region mindestens 90 Menschen gestorben, als ein Erdrutsch ein Dorf unter sich begraben hatte.
Indonesien leidet besonders häufig unter Naturkatastrophen. Wegen der geographischen Lage des Archipels ereignen sich dort oft Erdbeben, ausserdem gibt es zahlreiche aktive Vulkane.
