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Zahl der Toten in China dramatisch gestiegen

In China haben fast drei Millionen Menschen ihr Obdach verloren.
Freitag, 21. Juli 2006
Peking - In China hat sich die Zahl der Todesopfer in Folge des Taifuns «Bilis» mehr als verdoppelt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, starben durch den Tropensturm mindestens 482 Menschen.
Zuvor war von knapp 230 Opfern die Rede gewesen. Mindestens 89 Menschen wurden noch vermisst. Die Behörden der Provinz Hunan im Landeszentrum hätten ihre Zahlen nach oben korrigiert, hiess es zur Begründung.

Wie andere asiatische Länder war China in den vergangenen Tagen von Überschwemmungen und heftigen Niederschlägen heimgesucht worden, bei denen in der Volksrepublik fast drei Millionen Menschen ihr Obdach verloren und rund 260 000 Häuser zerstört wurden.

Südchina wird jedes Jahr von heftigen Regenfällen und Unwettern geplagt, in diesem Jahr war die Niederschlagssaison jedoch besonders folgenschwer. Bereits bevor «Bilis» über das Land hinwegfegte, waren bei Unwettern und Überschwemmungen hunderte Menschen ums Leben gekommen.

Tote auch in Korea

Auch in Japan und auf der koreanische Halbinsel fielen ungewöhnlich starke Monsunregen, die Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten.

Die Behörden gingen von mindestens 129 Toten in Süd- und Nordkorea innerhalb der vergangenen Woche aus. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete am Freitag dagegen hunderte Tote und Vermisste infolge der Stürme. Zehntausende Häuser seien zerstört worden.

bert/sda