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Zahl der Taifun-Opfer steigt auf 1049

«Durian»dürfte heute die vietnamesische Küste erreichen und dort möglicherweise die Kaffee-Ernte unterbrechen.
Montag, 4. Dezember 2006
Manila - Durch die Schlammlawinen auf den Philippinen sind nach neuen offiziellen Angaben mindestens 450 Menschen getötet worden. Weitere 599 Menschen würden vermisst, berichtete das Nationale Koordinierungszentrum für Katastrophenschutz in Manila.
Von der Katastrophe am vergangenen Donnerstag während des Durchzugs des Taifuns «Durian» seien über eine Million Menschen betroffen, sagte eine Mitarbeiterin des Koordinierungszentrums.

Da Rettungskräfte wenig Hoffnung hatten, noch Überlebende zu finden, scheinen sich damit Befürchtungen zu bestätigen, wonach mehr als 1000 Menschen den in der Region Bicol am Abhang des Vulkan Mayon abgegangenen Schlammlawinen zum Opfer fielen.

In Vietnam haben sich derweil tausende Menschen vor dem herannahenden Taifun «Durian» in Sicherheit gebracht.

Gemäss Meteorologen hat der Wirbelsturm über dem Südchinesischen Meer an Kraft gewonnen und soll am Montag und Dienstag über den Süden und das Zentrum Vietnams hinwegziehen. Die Bewohner der Küstenregionen wurden vor Wellen mit bis zu sieben Metern Höhe, starken Stürmen, heftigen Regenfällen und Erdrutschen gewarnt.

Schiffe wurden in die Häfen zurückgerufen und Ölkonzerne aufgefordert, ihre Anlagen und Ölplattformen zu sichern. Schwere Regenfälle wurden auch im Kaffee-Anbaugebiet in der Landesmitte erwartet, wo die Erntezeit gerade ihren Höhepunkt erreicht. Vietnam ist nach Brasilien der zweitgrösste Kaffeeproduzent.

In Vietnam kommen jährlich hunderte Menschen in Taifunen und Tropenstürmen ums Leben. Trotz frühzeitiger Warnungen und Sicherheitsvorkehrungen starben im Oktober 70 Menschen, als der Taifun «Xangsane» über die Küstenstadt Danang hinwegfegte.

li/sda