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Yosemite-Nationalpark: Das Bangen um die Häuser

UNESCO-Weltnaturerbe seit 1984: Der Yosemite-Nationalpark ist für seine Granitfelsen, seine Wasserfälle und die Mammutbäume weltweit bekannt.
Montag, 28. Juli 2008
Los Angeles - In der Nähe des Yosemite-Nationalparks bangen Tausende Kalifornier um ihre von Waldbränden bedrohten Häuser. Bis Montagnacht (Ortszeit) hatten über 3000 Feuerwehrleute erst zehn Prozent der Flammen unter Kontrolle bringen können.
Nach Angaben der Behörden könnten die rasch um sich greifenden Flammen rund 4000 Häusern gefährlich werden. Knapp 40 Gebäude, darunter zwölf Wohnhäuser, sind bereits abgebrannt.

Der von der Feuersbrunst rund 20 Kilometer entfernte Yosemite-Park, der für seine massiven Granitfelsen bekannt ist, war trotz Flammen und Rauch für Besucher geöffnet. Allerdings wurde eine der drei Zufahrtsstrassen am Montag für den Verkehr gesperrt.

Hotels in dem Park mussten auf eine Notstromversorgung umschalten und ihre Gäste mit Taschenlampen ausstatten. Die Behörden hatten die Stromversorgung unterbrochen, damit Feuerwehrleute in der Nähe der Leitungen keinen elektrischen Schlag bekommen.

Hitze und Trockenheit erschweren Löscharbeit

Die Löscharbeiten in dem nur schwer zugänglichen, hügeligen Gelände wurden durch andauernde Hitze und extreme Trockenheit erschwert.

Die Waldbrände waren nach bisherigen Erkenntnissen am Freitag durch Schiessübungen ausgelöst worden. Die Schützen, die von der Polizei befragt wurden, kommen möglicherweise um eine Anklage herum.

Sie hätten nicht nachlässig gehandelt, zitierte die «Times» eine Sprecherin der Behörde für Wald- und Feuerschutz. «Zu dieser Jahreszeit und mit dieser Trockenheit kann schon ein Funke einen grossen Brand auslösen», sagte ein anderer Sprecher der kalifornischen Feuerwehr.

dl/sda