Der Unfall ereignete sich laut der Freiburger Kantonspolizei unweit des Bahnhofs Freiburg bei der Hauptpost, die über mehrere Stockwerke eingerüstet war. Der grösste Teil der Metall-Konstruktion stürzte ein. Die Feuerwehr musste die Überreste in der Nacht demontieren.
«Xandra» erreichte im Mittelland Geschwindigkeiten zwischen 80 und 90 km/h, wie es bei MeteoSchweiz auf Anfrage hiess. Im Flachland legte sich der Sturm gegen 3 Uhr in der Früh wieder. In leicht erhöhten Lagen stürmte es noch drei bis vier Stunden länger.
Grosse Lawinengefahr
Dem Sturm folgten am Morgen die Niederschläge: Im Flachland schneite es in der Ostschweiz sowie den Kantonen Zürich, Aargau, Jura und in beiden Basel. Westlich davon fiel Regen. Grosse Mengen von Schnee fielen in den Bergen und führten zu einer teilweise grossen Lawinengefahr.
Insbesondere im Wallis schneit es seit 48 Stunden ununterbrochen, wie es bei MeteoSchweiz weiter hiess. In St-Gingolph VS mussten am Freitag mehrere Häuser wegen Lawinengefahr evakuiert werden. Die Bewohner konnten auch am Samstagmorgen nicht in ihre Häuser zurückkehren.
Die Schneefälle in den Bergen hatten zur Folge, dass zahlreiche Strassen und Pässe im Wallis und den übrigen Alpen gesperrt werden mussten. Insbesondere der Autoverlad Goppenstein-Kandersteg und die Gotthard-Passstrasse blieben in beiden Richtungen geschlossen, wie Viasuisse mitteilte.
Auf dem Netz der Matterhorn Gotthard Bahn kam es ebenfalls zu Unterbrüchen: Die Strecke Niederwald-Oberwald im Wallis blieb ab 12.30 Uhr wegen Lawinengefahr bis auf weiteres gesperrt. Der Autoverlad am Furka wurde ab 12 Uhr ebenfalls bis auf weiteres eingestellt.
