Nach Angaben des Gouverneurs Fidel Herrera wurden 38 000 Menschen in Sicherheit gebracht. Bis auf weiteres gelte höchste Alarmbereitschaft. Aus 140 Städten und Ortschaften seien Schäden gemeldet worden: Erdrutsche, unterspülte Strassen, umgeknickte Bäume und über die Ufer getretene Flüsse und Bäche.
Ähnliche Berichte gab es auch aus anderen südlichen Bundesstaaten Mexikos, aus Tabasco, Oaxaca und vor allem aus Chiapas. In das an Guatemala angrenzende Chiapas trat in der Stadt Tapachula der Fluss Coatán über die Ufer und richtete schwere Verwüstungen an.
Tausende von Häusern seien im Schlamm versunken, berichteten mexikanische Medien. Nach Angaben von Gouverneur Pablo Salazar Mendiguchia seien wegen der Erdrutsche und der durch den Regen aufgeweichten Hänge besonders die Gebirgsgegenden betroffen.
Küstenstrasse verschwunden
Die 300 Kilometer lange Küstenstrasse am Pazifik zwischen Arriaga und Suchiate sei buchstäblich verschwunden, berichtete die mexikanische Nachrichtenagentur Notimex. Dadurch seien 26 Städte und Ortschaften von der Aussenwelt abgeschnitten oder schwer zu erreichen. In der Ferienregion Cancn wurden rund 50 Gebäude beschädigt.
«Stan» ist bereits der zehnte atlantische Hurrikan in diesem Jahr. Die derzeitige Sturmsaison, die noch bis Ende November andauern wird, gehört zu den schwersten in der Geschichte.
«Stan» wütete auch in Nicaragua, Honduras und Guatamala, wo bis zu 17 Menschen ums Leben kamen.
