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Wirbelsturm «Alberto» verliert an Kraft

48 Häuser wurden in Kuba durch einen Tornado schwer beschädigt. (Archivbild)
Dienstag, 13. Juni 2006
Miami/Havanna - Die Bewohner im US-Bundesstaat Florida können aufatmen: Der Tropensturm «Alberto» hat weiter an Kraft verloren und wird vermutlich nicht als erster Hurrikan des Jahres auf die Küste prallen.
Nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums in Miami sank die Wahrscheinlichkeit, dass «Alberto» vor der Ankunft an Floridas Küsten zum Hurrikan werden könnte. Der Sturm könne aber jederzeit wieder an Stärke zunehmen.

Die grösste Gefahr geht nach den Worten des Direktors des Hurrikan-Zentrums, Max Mayfield, von den zu erwartenden schweren Regenfällen aus. Meterologen sagen zudem eine bis zu drei Meter hohe Flutwelle sowie Tornados voraus.

Der Tropensturm erreichte Windgeschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometern. Zuvor hatte es geheissen, der Tropensturm drohe, schneller als 119 Stundenkilometer zu werden. Dann wäre er ein Hurrikan der Stufe 1.

Aufruf zur Flucht

«Alberto» wird am Dienstagnachmittag MESZ nördlich von Tampa in Florida erwartet. Die Behörden forderten 20 000 Menschen in niedriger gelegenen Gebieten auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

Gouverneur Jeb Bush rief vorsorglich den Notstand aus. Dies erlaubt ihm unter anderem, die Nationalgarde für den Katastrophenschutz einzusetzen.

Verletzte in Kuba

Am Wochenende war «Alberto» über Kuba hingeweggefegt. Rund 28 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, acht Menschen wurden verletzt. 48 Häuser wurden in der Stadt Nueva Paz durch einen Tornado schwer beschädigt, der von «Alberto» ausgelöst worden war.

Die Hurrikan-Saison im Atlantik dauert von Anfang Juni bis Ende November. US-Klimaforscher rechnen wieder mit einer überdurchschnittlich aktiven Hurrikan-Saison. Nach bisherigen Schätzungen könnte es in den kommenden sechs Monaten bis zu zehn Hurrikans geben, von denen sich vier bis sechs verheerend auf das Festland auswirken könnten.

bert/sda