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Winterlicher Januar 2009 ohne Kälterekord

Der Januar war nur wenig kälter als üblich.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Zürich - Der Januar 2009 in der Schweiz war kalt. Es gab fast doppelt so viele Eistage im Mittelland als üblich, und die Temperatur lag 1,2 bis 2,1 Grad unter dem langjährigen Mittel. «Endlich wieder einmal richtig Winter», bilanzierte SF Meteo.
An vielen Orten im Mittelland gab es 12 bis 16 Eistage, also Tage, an denen das Quecksilber nicht über die Nullgradmarke kletterte. Die Regel wären eigentlich nur 8 Eistage.

Trotzdem froren nur kleinere Seen zu. Hauptverantwortlich war vor allem die starke Bise, die das Wasser immer wieder aufpeitschte und eine stärkere Abkühlung der Wasseroberfläche verhinderte.

Kein Spezieller Monat

Den tiefsten Messwert des Monats gab es am Morgen des 12. Januars im «schweizerischen Sibirien» La Brévine NE mit -27,8 Grad. Im Vergleich zum absoluten Tiefstwert der Schweiz, ebenfalls gemessen in La Brévine mit -41,8 Grad am 12. Januar 1987, war es aber verhältnissmässig mild.

Allerdings: So speziell war der Januar 2009 gar nicht, wie die Wetterredaktion des Schweizer Fernsehens schreibt. In Zürich war der Januar 2006 0,3 Grad kälter, in St. Gallen sogar 1,1 Grad. Auch in Basel, Chur und Luzern lag die Temperatur im Januar 2006 deutlich tiefer.

Nicht kälter als üblich

Auf den Bergen war es im zu Ende gehenden Monat ohnehin nur wenig kälter als üblich. Auf dem Säntis war es in den Jahren 2003 bis 2005 stets kälter als 2009, und auch auf dem Jungfraujoch fiel der Januar 2003 kälter aus. In Davos wurde im Januar 2006 der gleiche Wert wie im auslaufenden Monat gemessen.

Einzig im Westen muss man weiter zurückblicken, bis man tiefere Januarwerte findet: 1987 war es in Bern und Genf noch ein Grad kälter als im Januar 2009.

sl/sda