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«Wilma» noch immer über Florida

Auf seinem Weg durch die Karibik hat «Wilma» mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen.
Montag, 24. Oktober 2005
Miami - Der Wirbelsturm «Wilma» tobt noch immer im US-Bundesstaat Florida. Präsident Bush erklärte 14 Bezirke Floridas zu Katastrophengebieten.
Bislang kam mindestens ein Mensch ums Leben: Der Mann wurde in von einem umstürzenden Baum getötet. Mit einer Breite von rund 645 Kilometern überdeckte der Wirbelsturm grosse Teile Floridas.

Heftige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern peitschten über das von fünf Millionen Menschen bewohnte Gebiet zwischen Miami, Fort Lauderdale und West Palm Beach hinweg. Zuvor hatten Ausläufer von «Wilma» die Florida Keys, die vorgelagerte Inselgruppe, gestreift und bis zu einem Meter überflutet.

2,5 Mio. Haushalte ohne Strom

Für 2,5 Millionen Haushalte brach die Stromversorgung zusammen. US-Präsident Bush erklärte 14 Bezirke Floridas zu Katastrophengebieten. In ganz Florida waren 160 000 Menschen zur Evakuierung aufgerufen worden.

Auf seinem Weg durch die Karibik hat «Wilma» mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen. Auch Kuba wurde seit Sonntag von dem Sturm heimgesucht; in der Nacht zum Montag wurden am Meer gelegene Teile der kubanischen Hauptstadt Havanna überschwemmt.

Flughafen Cancn bleibt geschlossen

Auf der mexikanischen Halbinsel Yukatán sitzen noch immer tausende Touristen in Notunterkünften fest; der Flughafen im Ferienzentrum Cancn blieb geschlossen. Ein Behördenvertreter schätzte die Zahl der Reisenden allein in Cancn auf 20 000, insgesamt sollen sich noch 30 000 Touristen in der Region befinden.

Sie wurden seit Sonntagabend zu anderen Flughäfen ins Hinterland gefahren, von wo aus sie in ihre Heimatländer zurückkehren sollten.

Schweizer meist in Hotels untergebracht

Auch die Schweizer Reiseveranstalter planten einen Flug für ihre Gäste aus Cancn nach Zürich. Es war unklar, ob ein Spezialflug vor dem normalen Flug am Mittwoch durchgeführt werden kann.

Von den 314 Schweizer Touristen in der Region befinden sich nach Angaben von Hotelplan, Kuoni und TUI nahezu alle in Hotels, nur wenige seien in Notunterkünften.

Touristen aus Florida abgereist

In Florida sind die meisten Touristen abgereist. EDA-Sprecher Philippe Jeannerat sagte am Montag auf Anfrage, er gehe davon aus, dass den Schweizer Touristen genug Zeit zur Ausreise geblieben sei.

smw/sda