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Weltbevölkerung verbraucht zu viele Ressourcen

Unter dem Klimawandel leiden vorallem die Menschen in den trockenen Regionen Afrikas und Asiens.
Donnerstag, 31. März 2005
London - Die Weltbevölkerung verbraucht nach einer neuen Studie der UNO so viele natürliche Ressourcen, dass die Artenvielfalt auf der Erde in den kommenden 50 Jahren substanziell und unwiderbringlich zurückgehen wird.
Die grundlegendsten lebensnotwendigen Ressourcen wie Wasser, Nahrung, Holz, saubere Luft und ein ausgeglichenes Klima seien bedroht, heisst es in der grössten UNO-Umweltstudie aller Zeiten.

Die Experten fanden heraus, dass die Veränderungen im weltweiten Ökosystem der Artenvielfalt schon jetzt unwiderbringliche Verluste zugefügt haben, wie der Leiter des Forscherteams, Walter Reid, bei der Vorstellung der Studie sagte.

Bis zu einem Drittel vom Aussterben bedroht

Zehn bis 30 Prozent der Säugetier-, Vogel- und Amphibienarten sind nach den Angaben vom Aussterben bedroht. In den Weltmeeren seien bereits 90 Prozent der grössten Raubfische verschwunden. Die Menschen seien dabei, die Artenvielfalt tausendmal so schnell zu verringern wie es unter natürlichen Bedingungen der Fall wäre.

Gemäss der Studie betrifft die Zerstörung der Ökosysteme und der Klimawandel vor allem die Menschen in den trockenen Regionen Afrikas und Asiens, aber auch die Bewohner von Teilen Mexikos und Brasiliens. Sie litten unter Wüstenbildung, mangelndem Zugang zu Trinkwasser und der zunehmenden Ausbreitung von Krankheiten.

Verschwendung von Wasser

Vor allem der verschwenderische Umgang mit Grundwasser geht auf die Kosten unserer Kinder, schreiben die Forscher in der Millennium Ökosystemstudie Millennium Ecosystem Assessment.

Grosse Probleme bereite auch die Überdüngung der Meere. Der zusätzliche Stickstoff fördere den Algenwuchs so stark, dass an den Küsten sauerstoffarme tote Zonen entstünden. Fischsterben sei die Folge. In Zukunft werde vor allem die globale Erwärmung den Ökosystemen der Erde den grössten Schaden zufügen.

An der bislang grössten Umweltstudie der UNO arbeiteten 1300 Wissenschaftler aus 95 Ländern vier Jahre lang im Rahmen des Millennium Ecosystem Assessment, einem im Jahr 2000 eingerichteten Arbeitsprogramm zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Entwicklung und Umwelt.

fest/sda