Das neue Abkommen soll Ende 2009 bei einer Konferenz in Kopenhagen unterschriftsreif sein, und dann 2012 in Kraft treten, wenn das Kyoto-Protokoll in seiner jetzigen Form ausläuft.
Laut Wunsch der Europäer - und auf Empfehlung des Weltklimarats - soll der neue Vertrag eine Minderung um 25 bis 40 Prozent bis 2020 festschreiben.
Erstmals sollen in dem Vertrag auch die Entwicklungsländer auf klare Massnahmen zum Klimaschutz verpflichtet werden. Dazu wird über den Vorschlag der Tropenwaldländer verhandelt, die für den Schutz dieser Wälder finanzielle Anreize haben wollen.
Bundesrat Leuenberger zufrieden
Das Resultat der UNO-Klimakonferenz ist für Bundesrat Moritz Leuenberger besser als erwartet. Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA verwies er auf die Einbindung von Nicht-Kyoto-Ländern wie die USA und die Einigung auf einen Verhandlungsfahrplan.
«Das ist mehr, als ich erwartet habe», sagte Leuenberger kurz nach dem Durchbruch in Nusa Dua. Dass die konkreten Zahlen nicht im Text des Mandates direkt enthalten sind, wird von Leuenberger nicht gross bedauert.
Als Referenz auf den Bericht der Weltklimarates IPCC seien die Zielwerte jedoch enthalten. Solche Kompromisse gehörten nun mal zu einem Prozedere, das mit Konsens arbeite, sagte der Schweizer Umweltminister. Für ihn sei der «Gruppendruck der Weltgemeinschaft» in der dramatischen Schlussphase «sehr berührend» gewesen.
Gut aufgenommen worden sei die von der Schweiz vorgeschlagene CO2-Abgabe. So hätten etwa Mexiko und Südkorea Interesse gezeigt, Indien habe gar angekündigt, ein Seminar über das Thema durchzuführen.
