Jetzt sei es an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft umgehend die wichtigsten Probleme in Angriff nehme. Dazu gehörten unter anderem verbesserte Klimaschutz-Massnahmen, die Verbreitung der technischen Möglichkeiten zur Reduzierung von Treibhausgasen und der Kampf gegen die Abholzung.
Einigung über Fahrplan
Nach fast drei Tagen Nonstop-Verhandlungen haben 187 Länder auf Bali den Fahrplan zu einem neuen Weltklimaschutzvertrag vereinbart. Der neue Vertrag soll bis 2009 ausgehandelt werden.
Er soll sicherstellen, dass die Treibhausgase in der Atmosphäre bis Mitte des Jahrhunderts deutlich gesenkt werden, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden.
25-40 Prozent Reduktion bis 2020
Das neue Abkommen soll Ende 2009 bei einer Konferenz in Kopenhagen unterschriftsreif sein, und dann 2012 in Kraft treten, wenn das Kyoto-Protokoll in seiner jetzigen Form ausläuft. Laut Wunsch der Europäer - und auf Empfehlung des Weltklimarats - soll der neue Vertrag eine Minderung um 25 bis 40 Prozent bis 2020 festschreiben.
Erstmals sollen in dem Vertrag auch die Entwicklungsländer auf klare Massnahmen zum Klimaschutz verpflichtet werden.
Leuenberger: «Besser als erwartet»
Das Resultat der UNO-Klimakonferenz ist für Bundesrat Moritz Leuenberger besser als erwartet. Gegenüber der Nachrichtenagentur SDA verwies er auf die Einbindung von Nicht-Kyoto-Ländern wie die USA und die Einigung auf einen Verhandlungsfahrplan.
Das Resultat der UNO-Klimakonferenz in Bali ist für Greenpeace eine Enttäuschung. Mit dem Verzicht auf verbindliche Reduktionsvorgaben für Industriestaaten im Verhandlungsmandat habe man die Empfehlung des Weltklimarates ignoriert, rasch zu handeln.
