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Washington verschärft Regeln für Ölbohrungen

Die US-Regierung will strengere Regeln für die Ölbohrungen vor der Küste.
Mittwoch, 9. Juni 2010
Washington - Angesichts der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben die US-Behörden die Vorschriften für Ölbohrungen vor der Küste verschärft. Jeder neue Bohreinsatz im Meer bedarf der Abnahme durch einen Ingenieur.
Das geht aus den neuen Regelungen des Innenministeriums in Washington hervor. Verschärft wurden auch die Bestimmungen für die Verschalung und Zementierung des Bohrlochs. Es muss künftig von mindestens zwei Schutzschichten umgeben sein, der Abdichtkopf muss durch unabhängige Dritte geprüft werden.

Bei der Ölplattform «Deepwater Horizon» des britischen Ölkonzerns BP, die am 20. April explodiert und zwei Tage später gesunken war, hatte der Abdichtkopf versagt.

Der Abdichtkopf muss künftig mit einem Notfall-Schliesssystem für den Fall eines Stromausfalls ausgestattet sein. Ausserdem soll es ein zweites Kontrollsystem mit der Möglichkeit ferngesteuerter Eingriffe geben.

Bestehendes Moratorium verlängert

Vorerst dürfen Ölbohrungen nur in einer Tiefe von bis zu 150 Metern fortgesetzt werden. US-Präsident Barack Obama hatte Ende Mai ein bestehendes Moratorium für neue Tiefseebohrungen verlängert.

Innenminister Ken Salazar legte dennoch ein Bekenntnis zur Öl- und Gasförderung ab und hob zugleich die Notwendigkeit hoher Sicherheitsstandards hervor. Für den Fall von Verstössen gegen die Sicherheitsvorschriften drohte sein Ministerium mit der Schliessung von Bohranlagen.

ade/sda