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Umstrittene Walfangregeln unverändert gültig

Walfangkonferenz nach heftigen Debatten zu Ende

Japan, Island und Norwegen jagen weiter Wale trotz Moratorium.
Samstag, 26. Juni 2010
Agadir - Ohne den Streit zwischen den Gegnern und Befürwortern des Walfangs schlichten zu können ist die Konferenz der Internationalen Walfangkommission (IWC) zu Ende gegangen. Zum Abschluss des Treffens im marokkanischen Agadir stand auch kein Austragungsort für die Konferenz im kommenden Jahr fest.
Keiner der der 88 Mitgliedsstaaten erklärte sich bereit, die Konferenz auszutragen. Bei den fünftägigen Verhandlung waren Vorschläge zur Änderung der derzeit geltenden umstrittenen Walfangregeln gescheitert.

Seit 1986 gilt ein Walfang-Moratorium; Japan, Island und Norwegen jagen dennoch Wale und begründen dies teilweise mit «wissenschaftlichen» Zwecken. Die Länder entscheiden derzeit selbst über ihre Fangquoten. In der Jagdsaison 2008/2009 wurden mehr als 1500 Meeressäuger getötet.

Dem IWC-Vorschlag zufolge, der hinter verschlossenen Türen debattiert wurde, sollte den drei Ländern auch die kommerzielle Jagd erlaubt werden; die Länder sollten die Zahl der getöteten Tiere jedoch in den nächsten zehn Jahren reduzieren und sich an von der IWC vorgegebene Quoten halten.

Am Mittwoch erklärte IWC-Vizepräsident Anthony Liverpool aber, die Positionen der Mitgliedstaaten lägen für einen Kompromiss zu weit auseinander.

Jagd für Eskimos erlaubt

Eine Einigung gab es lediglich, in Grönland lebenden Eskimos die Jagd von 27 Buckelwalen in den kommenden drei Jahren zu erlauben. Im Gegenzug wurde die Fangquote für Finnwale reduziert.

Die IWC legt für in Alaska und Sibirien lebende Ureinwohner, die den Walfang für ihr Überleben brauchen, Quoten fest. Bereits in den beiden Vorjahren hatte Grönland erfolglos die Erlaubnis beantragt, die Buckelwale zu jagen. Den IWC-Experten zufolge sind die Buckelwal-Bestände für eine Jagd aber ausreichend stabil.

ht/sda