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Waldbrand gelöscht: Jetzt drohen Schlammlawinen

Der abgebrannte Wald wird sich in etwa ein bis zwei Jahren wieder erholen. (Archivbild)
Mittwoch, 25. April 2007
Ascona - Der Waldbrand oberhalb von Ascona und Brissago, der mindestens 200 Hektaren Schutzwald zerstörte, ist von der Feuerwehr gelöscht worden. Bei heftigen Regenfällen drohen in der Gegend nun Schlammlawinen.
«Ein intakter Wald saugt das Regenwasser auf wie ein Schwamm. Ein abgebrannter Wald hat die gegenteilige Wirkung», sagte Marco Delucchi, der Chef des Tessiner Forstamtes, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Er rechnet damit, dass es in Ronco sopra Ascona sowie in Porto Ronco bei starken Gewittern zu Rüfenen und Schlammlawinen kommen wird. Ein bis zwei Jahre werde diese Gefahr andauern: «Dagegen kann man nicht viel machen.»

Die 650 Einwohner von Ronco ob Ascona wissen, was ihnen droht. Denn bereits 1997 brannte der Wald in den Bergen oberhalb des Langensees. Drei Wochen später goss es wie aus Kübeln, worauf Gärten und Keller von Schlamm und Erdmassen verschüttet wurden.

Wodurch das Feuer am Montag ausgelöst wurde, ist noch nicht klar. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Zeitung «LaRegioneTicino» nannte Brandstiftung als wahrscheinlichste Ursache. Nicht ausgeschlossen wird auch eine Unachtsamkeit. Der Ausgangspunkt des Brandes ist ein Gründepot.

bert/sda