Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, es gebe nur noch drei kleinere aktive Brandherde. Für den Abend wurde zudem Regen in der Region erwartet.
Mit zur Wende im Kampf gegen die Flammen trug eine Boeing 747 der US-Firma Evergreen bei, die am Morgen die internationale Flotte verstärkt hatte. Das grösste Löschflugzeug der Welt kann bei jedem Flug bis zu 80'000 Liter Löschmittel versprühen.
Insgesamt waren nach Militärangaben 35 Flugzeuge und Helikopter im Einsatz, darunter 24 aus dem Ausland. Auch die Schweiz schickte Hilfe: Am Sonntag trafen drei Helikopter sowie 38 Fachleute der Direktion für Zusammenarbeit und Entwicklung DEZA und des Verteidigungsdepartements in Israel ein. Die Helikopter sollten am Montagmorgen zum Einsatz kommen.
Netanjahu dankt für Hilfe
Die israelische Regierung zog am Sonntag ihren Aufruf an die internationale Gemeinschaft zur Entsendung weiterer Löschflugzeuge zurück. Angesichts der Erfolge der eingesetzten Flotte bestehe kein weiterer Bedarf, sagte der Sprecher von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Mark Regev. Israel schätze jedoch sehr die Hilfsbereitschaft der kontaktierten Länder.
Brandursache gefunden
Die Polizei kann inzwischen auch weitgehend rekonstruieren, wie der bislang schlimmste Waldbrand in der Geschichte Israels ausgebrochen ist. Zwei Jugendliche aus dem von arabischen Israelis bewohnten Dorf Usufija wurden festgenommen.
Die beiden 14- und 16-jährigen Brüder hätten in einem Wald Feuer gemacht, um eine Wasserpfeife zu rauchen und Kaffee zu kochen, sagte der Sprecher der Polizei in Haifa, Jehuda Maman, am Sonntag auf Anfrage. Von dieser Stelle aus habe sich der Brand dann ausgedehnt.