Das Resultat sei nahe an dem, was die Schweiz zusammen mit Norwegen und Island vorgeschlagen habe, sagte Thomas Kolly, Chef der Abteilung Internationales im Bundesamt für Umwelt BAFU, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Schweiz habe auch bei der Vorbereitung auf die Konferenz eine wichtige Rolle gespielt.
In den Industrieländern werden Herstellung und Verwendung von H-FCKW-Stoffen demnach bereits 2020 verboten sein; die Entwicklungs- und Schwellenländer haben eine Frist bis 2040.
In Spraydosen und Kühlschränken
Das Montréaler Protokoll besteht seit 1987. In der ostakandischen Stadt wurde damals das Verbot von Substanzen beschlossen, die zur Zerstörung der Ozonschicht beitragen. In den 90er-Jahren wurden darauf namentlich Halonen und FCKW Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe untersagt.
FCKW-Stoffe steckten unter anderem in Spraydosen und Kühlschränken. Nun soll es auch dem Ersatzprodukt H-FCKW an den Kragen gehen. Die teilhalogenierten Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe galten zunächst als relativ unschädlich, doch auch sie zerstören die Ozonschicht und tragen zum Treibhauseffekt bei.
Der endgültige Verzicht auf H-FCKW werde einem Abbau der Treibhausgasemissionen um 3,5 Prozent pro Jahr entsprechen, schätzt das UNO-Umweltprogramm UNEP.
