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Urlaubsschock: Medusen-Alarm vor Mallorca

Die Medusen könnten an den Strand getrieben werden. (Symbolbild)
Mittwoch, 23. Juli 2008
Palma de Mallorca - Quallen-Alarm vor Mallorca: Meeresforscher haben vor der Küste der spanischen Ferieninsel sowie vor Menorca und Ibiza grosse Kolonien der für Badetouristen lästigen Nesseltiere gesichtet.
Dabei handle es sich um die im Dunkeln leuchtenden Feuerquallen Pelagia noctiluca, berichtete die örtliche Presse am Mittwoch. Bei Wassertemperaturen über 22 Grad und entsprechendem Wind könnten die Glibbertiere an die Strände getrieben werden, hiess es.

Grössere Medusenbänke seien von einem Greenpeace-Schiff aus rund 20 Kilometer vor der Nordküste Menorcas sowie zwischen Mallorca und Ibiza entdeckt worden. Dort seien bis zu fünf Quallen pro Quadratmeter gezählt worden, sagte Meeresforscher Josep Mara Gili der Zeitung «Diario de Mallorca».

Weitere Ausbreitung

Die beste Vorbeugung sei, die Nesseltiere rund 100 Meter vor der Küste aus dem Wasser zu fischen. In grösserer Entfernung mache dies keinen Sinn, weil die Quallen dort noch zu tief im Meer trieben.

Bereits seit mehreren Wochen wurden an der Cte d'Azur zwischen Cannes und Cagnes-sur-Mer riesige Schwärme von Feuerquallen im Wasser gesichtet. An der spanischen Atlantikküste in der Region Kantabrien tauchten Staatsquallen wie zum Beispiel die portugiesischen Galeere auf.

In den vergangenen Jahren ist eine grosse Ausbreitung der Medusen im Mittelmeer festgestellt worden. Experten führen dies hauptsächlich auf zwei Gründe zurück: Wegen Überfischung haben die von Plankton lebenden Quallen kaum noch natürliche Feinde wie Thunfisch, Schwertfisch oder Schildkröten. Zudem begünstige das infolge des Klimawandels ungewöhnlich warme Wasser die Vermehrung.

tri/sda