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Schwere Regenfälle und Erdrutsche

Unwetter in Mittelamerika reisst Dutzende in den Tod

Riesige Regenmengen überfluteten Strassen und Häuser.
Montag, 17. Oktober 2011
San Salvador - Durch die anhaltenden schweren Regenfälle und Erdrutsche in Mittelamerika sind in den vergangenen Tagen mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.
Wie die Behörden der jeweiligen Länder am Sonntag mitteilten, starben allein in Guatemala im Laufe der vergangenen Woche 28 Menschen, in Salvador wurden 27 Menschen getötet. In Honduras gaben die Behörden die Zahl der Toten mit zwölf, in Nicaragua mit sieben an.

In El Salvador seien die meisten der 24 Toten von Erdmassen in ihren Häusern begraben worden, sagte der Chef der Zivilschutzbehörde des Landes, Jorge Melendez. Menschen, die an den Hängen des San-Salvador-Vulkans lebten, würden in Sicherheit gebracht, sagte er weiter. 1982 verursachten dort Erdrutsche hunderte Opfer.

Insgesamt waren demnach 150'000 Menschen von den Folgen der seit einer Woche anhaltenden Unwetter betroffen. Vielerorts wurden Häuser sowie Mais- und Bohnenernten zerstört. Strassen wurden überschwemmt und Kommunikationsleitungen unterbrochen. Einige Dörfer in Mittelamerika waren vollständig von der Aussenwelt abgeschnitten.

Die UNO stuft die Region als besonders gefährdet durch den Klimawandel ein. Die Regierung in Venezuela bot den betroffenen Ländern am Samstag ihre Hilfe an.

dyn/sda