Die Verfasser der Studien kommen zum Schluss, dass Engagement im Umweltschutz die Lebensqualität verbessert und Kosten vermeidet. Rund 16 Mrd. Franken Gesundheitsschäden durch Luftvermutzung hätten beispielsweise zwischen 1970 und 2002 durch Umweltschutz vermieden werden können.
Der wirtschaftliche Wert der Umweltschutzmassnahmen von Privaten und Unternehmen beläuft sich laut einer Teilstudie auf rund 6,7 Mrd. Franken - 1,6 Prozent des Bruttoinlandproduktes BIP. Damit verbunden sind rund 61 000 Vollzeitstellen. Die Schweiz exportiert zudem Umweltschutzgüter im Wert von 1,4 Mrd. Franken pro Jahr.
Mehr Beschäftigung
Würde man das Geld anders investieren, wäre die Wertschöpfung praktisch genau gleich hoch. Allerdings läge die Beschäftigung ohne Umweltschutzmassnahmen rund 0,4 Prozent tiefer.
Gemäss den Modellrechnungen zeigen Umweltschutzmassnahmen mithin keine Wachstumseinbussen. Sie sind für das BIP neutral, erhöhen die Beschäftigung leicht und verbessern die Handelsbilanz geringfügig, wie im Synthesebericht nachzulesen ist. Im Weiteren fördern sie Innovationen: neue Technologien, Prozesse und Organisationsformen.
Wettbewerbsfähigkeit beachten
Für die betroffenen Unternehmen ist Umweltschutz mit Kosten verbunden. Es bleibe daher wichtig, die Auswirkungen von Umweltgesetzen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu beachten.
Auf gutem Weg ist aus Sicht der Experten die Umsetzung des Verursacherprinzips - aber eben noch nicht am Ziel: Nach wie vor würden jährlich 9,7 Mrd. Franken statt von den Verursachenden von der Allgemeinheit getragen. Hier empfehlen die Fachleute, die Marktkräfte verstärkt zu nutzen.
