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Umweltnotstand in weiten Teilen Kolumbiens ausgerufen

In den vergangenen Tagen waren Waldbrände in 77 Landkreisen gemeldet worden. (Symbolbild)
Freitag, 8. Januar 2010
Bogotá - Wegen extremer Wetterverhältnisse haben die kolumbianischen Behörden in weiten Teilen des Landes den Umweltnotstand ausgerufen. Grund sind Waldbrände sowie ungewöhnlich starke Temperaturstürze bis unter den Gefrierpunkt in der Nacht.
Der Umweltnotstand sei in 25 der 32 Bezirke verhängt worden, um den Einsatz von Spezialkräften sowie internationale Hilfe zu erleichtern, sagte Vize-Umweltministerin Claudia Patricia Mora. Zudem werden alle Nationalparks des Landes geschlossen.

In den vergangenen Tagen waren Waldbrände in 77 Landkreisen gemeldet worden. Nach Angaben des Innenministeriums wurden allein in der Region um die Hauptstadt Bogotá mehr als 2000 Hektar Wald vernichtet.

Wetterphänomen El Nino verkürzte Regenzeit

Aufgrund des Wetterphänomens El Nio war die normalerweise zwischen September und Dezember herrschende Regenzeit im vergangenen Jahr nur kurz und sehr schwach. Weite Teile des Landes leiden daher unter Trockenheit.

Zudem fallen in manchen Regionen Kolumbiens die Temperaturen zur Zeit ungewöhnlich stark bis unter den Gefrierpunkt. Dadurch wird der Anbau von wichtigen Landwirtschaftsprodukten wie Kartoffeln, Mais und Blumen gefährdet. Blumen sind ein wichtiges Exportprodukt Kolumbiens.

zel/sda