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Überschwemmungen und Erdrutsche in Italien

Der Tanagro trat über die Ufer und überschwemmte Felder.
Mittwoch, 10. November 2010
Rom - Heftige Unwetter haben Italien heimgesucht und für schwere Schäden in der Region Kampanien gesorgt. Überschwemmungen und Niederschläge wurden in der Provinz Salerno gemeldet.
300 Menschen mussten ihre Häuser in der Gemeinde Capaccio unweit des archäologischen Geländes von Paestum verlassen, da einige Flüsse über die Ufer getreten waren. Die Autobahn A3, die Salerno mit der süditalienischen Stadt Reggio Calabria verbindet, musste gesperrt werden, was für erhebliche Verkehrsprobleme sorgte.

In der Gemeinde Sarno, in der ein verheerender Erdrutsch 1998 137 Menschen getötet hatte, wurde Alarm gegeben. Der Tanagro trat über die Ufer und überschwemmte die Felder. Auch an der Amalfiküste kam es zu Erdrutschen. Wegen der rauen See mussten die Schiffsverbindungen zwischen Sizilien und den Äolischen Inseln unterbrochen werden.

In Venedig erreichte das Hochwasser am Dienstag einen Rekordstand von 106 Zentimetern über dem Meeresspiegel. Ein Grossteil der Lagunenstadt war überschwemmt.

Schon vergangene Woche hatten heftige Unwetter für gewaltige Schäden in der Region Veneto gesorgt. Präsident Giorgio Napolitano besuchte am Mittwoch die überschwemmten Gebiete. Premierminister Silvio Berlusconi versprach, dass die Regierung im Haushaltsgesetz für das nächste Jahr die notwendigen Finanzierungen zum Wiederaufbau zur Verfügung stellen wird.

ht/sda