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Überschwemmungen in weiten Teilen der Schweiz

Das Mattequartier in Bern war im August 2005 überschwemmt worden.
Die Lage wird sich noch nicht so schnell entspannen.
Mittwoch, 8. August 2007
Bern - Die anhaltenden Regenfälle haben die unwetterbedingte Situation in verschiedenen Teilen der Schweiz verschärft. Die Berner Oberländer Orte Lauterbrunnen und Grindelwald sind von der Umwelt abgeschnitten.
Wegen Hochwassergefahr wurden am frühen Abend Strasse und Bahn nach Grindelwald und Lauterbrunnen gesperrt.

Rund 100 Bahnpassagiere strandeten wegen der Strassen- und Bahnsperrung in der Region Interlaken, die meisten davon Touristen. Sie können in Zivilschutzanlagen übernachten.

Die linke Brienzerseestrasse A8 zwischen Interlaken und Brienz und die Hauptstrasse Gunten-Merligen mussten wegen Erdrutschen ebenfalls gesperrt werden.

Warnung vor Hochwasser

In den Kanton Aargau, Bern und Luzern gaben die Behörden Hochwasseralarm. In Bern wurden die Bewohner des Mattequartiers an der Aare gewarnt. In der Agglomeration Luzern sind die Orte Littau, Reussbühl und Emmenbrücke betroffen. Die Kleine Emme übertrat bereits die Ufer.

In den Kantonen Schwyz und Obwalden stehen die Feuerwehren im Grosseinsatz. Erneut wurden zahlreiche Strassen und Keller überflutet. Die Hauptstrasse zwischen Kägiswil und Sarnen musste wegen Überschwemmungen gesperrt werden. Auch die Bahnlinie Richtung Brünig war vom Unwetter erneut betroffen.

Erinnerungen an 2005

Im Kanton Aargau ist der kantonale Führungsstab im Einsatz und verfolgt die Entwicklung der Niederschlags- und Abflusssituation in Flüssen und Bächen. Laut den Prognosen sind ähnliche Auswirkungen wie beim Hochwasser im August 2005 zu erwarten. Besonders kritisch sei die Situation im Reusstal.

Auf der Baselbieter Alarmzentrale gingen wegen der anhaltenden Regenfälle über 250 Notrufe ein. Die Wassermengen haben laut der Baselbieter Polizei grosse Probleme verursacht. Alle Feuerwehren stehen im Einsatz. MeteoSchweiz prognostiziert weitere ausgiebige Regenfälle.

bert/sda