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Über 230 Tote bei Überschwemmungen in Sri Lanka

Ranil Wickremesinghe, Premier von Sri Lanka, rief das Land zum Zusammenhalt auf.
Dienstag, 20. Mai 2003
Colombo - Bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Sri Lanka sind seit dem Wochenende 237 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Regierung in Colombo mitteilte, wurden mehr als 177 000 Familien obdachlos - schätzungsweise 885 000 Menschen.
Es handle sich um die schlimmsten Überschwemmungen seit mehr als einem halben Jahrhundert. Am stärksten betroffen seien fünf Bezirke im Süden der Insel, aber auch im Westteil hätten die sintflutartigen Regenstürme schwere Schäden angerichtet.

Laut dem Krisenstab in Colombo ist es sehr schwierig, sich ein vollständiges Bild vom Ausmass der Überflutungen zu machen, da zahlreiche Gebiete noch von der Aussenwelt abgeschnitten sind. Regierungschef Ranil Wickremesinghe rief das Land auf, alle politischen Differenzen zu begraben und sich vereint an der Hilfe für die betroffenen Gebiete zu beteiligen.

In China kamen bei flutartigen Regenfällen nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 69 Menschen ums Leben. 29 würden noch vermisst, tausende seien obdachlos.

Nach Behörden-Angaben sind vor allem Südwest- und Zentralchina vom Unwetter betroffen. In der Provinz Junnan befürchten Experten Murgänge und Erdrutsche, wenn weiterhin hohe Wassermengen auf die nach Dürreperioden ausgetrockneten Böden fielen. In der südchinesischen Provinz Hunan seien die Pegel dagegen wieder gefallen, teilten örtliche Behörden mit.

fest/sda