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Polizisten durchkämmen Teile der Stadt

Über 260 Tote bei Fabrikbränden in Pakistan

Der Brand war in einer Kleider-Fabrik in der Hafenmetropole Karachi ausgebrochen. (Archivbild)
Mittwoch, 12. September 2012
Karachi - Die Zahl der Toten bei den Bränden in zwei pakistanischen Fabriken ist am Mittwoch auf 265 gestiegen. 240 Leichen wurden bisher aus der Kleiderfabrik in Karachi geborgen. Beim Brand in einer Schuhfabrik in Lahore wurden mindestens 25 getötet.
Es sei mit weiteren Toten zu rechnen, erklärte der Polizeichef von Karachi, Amir Farooqi. Die Ursache für den Ausbruch des Feuers war in beiden Betrieben unklar.

Zeugenaussagen zufolge breitete sich das Feuer in der Kleiderfabrik in der Stadt Karachi innerhalb weniger Minuten im gesamten Gebäude aus. «Das Tor war verschlossen. Es gab keinen Ausgang nach draussen, wir waren drinnen gefangen», sagte ein Überlebender.

Polizisten durchkämmten Teile der Stadt, um die Fabrikbesitzer ausfindig zu machen, sagte Polizeipräsident Farooqi weiter. Der Brand war am Dienstagabend ausgebrochen.

Ursache für die Brände weiterhin unklar

Der zweite Brand ereignete sich in einer Schuhfabrik in der Stadt Lahore. Den Rettungskräften zufolge konnte der Brand nach mehreren Stunden unter Kontrolle gebracht und die im Inneren des Gebäudes festsitzenden Menschen befreit werden.

Die Ursache für den Ausbruch des Feuers war in beiden Betrieben unklar. Da in dem südasiatischen Land immer wieder die Energieversorgung zusammenbricht, stehen in vielen Fabriken benzinbetriebene Generatoren, um Stromausfälle zu vermeiden.

Der pakistanische Ministerpräsident Raja Pervaiz Ashraf äusserte sich «schockiert» über die Brände. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und forderte eine bestmögliche Versorgung der Verletzten.

knob/sda