Ein BP-Manager nannte als Ziel, mindestens 90 Prozent des auslaufenden Öl absaugen zu können. BP hatte zuvor erklärt, ein vollständig abgedichteter Öl-Absaugtrichter könnte bis Ende des Monats installiert werden. Das Unternehmen setzt vor allem auf Entlastungsbohrungen, die den Ölausfluss stoppen sollen.
Obama ist wütend
Die US-Küstenwache sprach von einem weiteren Fortschritt. Es werde aber noch einige Zeit dauern, bis man beurteilen könne, ob die Methode funktioniere.
US-Präsident Barack Obama warf BP vor, nicht rasch genug auf die schwerste Ölkatastrophe in der US-Geschichte reagiert zu haben. Er sei sehr wütend über die Situation am Golf, sagte Obama in einem CNN-Interview. Da habe jemand nicht an die Konsequenzen seines Handelns gedacht.
Rechnung über 69 Millionen Dollar
Die US-Regierung stellte dem britischen Energiekonzern eine erste Rechnung über 69 Millionen Dollar aus. Präsidentensprecher Robert Gibbs erklärte, damit sollten den US-Steuerzahlern die Kosten zur Bekämpfung der Ölpest erstattet werden.
Vor dem Anbringen des Absaugtrichters war erfolglos versucht worden, eine riesige Kuppel über das gesamte Leck zu stülpen. Auch das Pumpen von Schlamm in die defekte Anlage brachte die Quelle nicht zum Versiegen.
BP gab die bislang entstandenen Kosten mit rund einer Milliarde Dollar an. Experten rechnen damit, dass der Konzern im schlimmsten Fall für die Reinigung von Meer und Küste Kosten bis zu sechs Milliarden Dollar bezahlen muss. Ratingagenturen stuften die Kreditwürdigkeit von BP herab.
