Besonders verheerend sei die Situation in Brasilien, berichten die Forscher um Matthew Hansen von der South Dakota State University in Brookings nach der Auswertung von Satellitendaten.
Fast 48 Prozent der neu abgeholzten Fläche entfielen auf das südamerikanische Land. Das sind viermal mehr als auf Indonesien, das in der Liste der Länder mit den höchsten Waldverlusten als nächstes folgt.
Wie die Forscher weiter berichten, konzentriert sich die Abholzung auf bestimmte «Hotspots»: Ausser Brasilien und Indonesien gehören unter anderem Nord-Guatemala, das östliche Bolivien und das östliche Paraguay dazu. Nur gut fünf Prozent der abgeholzten Wälder entfielen hingegen auf Afrika.
Da Wälder Kohlendioxid speichern, wirkt sich der Verlust der Tropenwälder nachteilig auf den globalen Kohlenstoffgehalt aus und beschleunigt den Klimawandel. Ausserdem droht mit der Abholzung ein erheblicher Verlust der Artenvielfalt, da die Tropenwälder Lebensräume mit überdurchschnittlich hoher Artendichte darstellen.
