Das Institut wies zugleich darauf hin, dass möglicherweise erheblich mehr Regenwald abgeholzt wurde. Im März waren den Angaben zufolge 78 Prozent des Regenwaldes durch Wolken verdeckt, im April waren es 53 Prozent.
Laut INPE-Direktor Gilberto Cmara verschwindet im Amazonasgebiet alle zehn Sekunden ein Stück Regenwald, das so gross ist wie ein Fussballfeld. Die meisten Zerstörungen gab es erneut im Bundesstaat Mato Grosso. Allein dort wurden den Angaben zufolge im vergangenen Monat 794 Quadratkilometer Regenwald gerodet.
Wenig auszurichten
Der brasilianische Umweltminister Carlos Minc erklärte, die Flächen würden vor allem für den Soja-Anbau und die Viehzucht entwaldet.
Der Umfang der Abholzung werde dieses Jahr den des Vorjahres übersteigen. Dagegen sei wenig auszurichten.
Allerdings solle in Kürze eine aus 500 Spezialisten bestehende Nationale Umweltgarde die Polizei beim Kampf gegen illegale Rodungen unterstützen. Vieh auf dadurch entandenen Weideflächen solle beschlagnahmt werden.
