Ähnlich hatte das Umweltdepartement bereits im November reagiert, als in Riazzino auf der Magadino-Ebene 80 000 Pneus verbrannten. In beiden Fällen wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen.
Sie würden sich das Recht nehmen, die These, wonach die Umwelt nicht verschmutzt worden sei, zu bezweifeln, schrieben die Naturschützer Tita Carloni und Eugenio Zippilli in einem offenen Brief an Staatsrat Marco Borradori Lega in den Tessiner Tageszeitungen.
Sie erinnerten daran, dass sie am 6. September 2005 wegen eines Mahnfeuers in Mendrisio vom Umweltdepartement mit hundert Franken gebüsst worden waren.
Beträchtliche Auswirkungen
Obwohl damals nur Brennholz verbrannt worden sei, hätten die Spezialisten später in der Asche Spuren von Zink, Chlor und Blei gefunden. Deshalb, folgern Carloni und Zippilli, müssten die Auswirkungen des Brandes im Pneulager von Biasca auf die Umwelt beträchtlich gewesen sein.
Namentlich Umweltdirektor Borradori wird aufgefordert, nicht länger den Feuerwehrmann zu spielen. Stattdessen sollen die Verursacher der Umweltverschmutzung für ihre illegale Entsorgung der Autoreifen zur Rechenschaft gezogen werden.
Die Tessiner Regierung hatte vergangene Woche eine Untersuchung eingeleitet, um die Hintergründe des Brandes abzuklären.
