Wie Martine Rebetez, Klimatologin an der Forschungsanstalt, auf Anfrage der SDA sagte, gebe es zwei Gründe für die überdurchschnittliche Erwärmung in der Schweiz. Erstens sei das Land relativ weit von den Ozeanen entfernt, die einen Teil der Wärme absorbierten.
Norder stärker vom Klimawandel betroffen
Ein zweiter Grund ist die nördliche Lage der Schweiz. Die Forscher sind nämlich zum Ergebnis gelangt, dass die nördlichen Gebiete stärker von der Klimaerwärmung betroffen sind als die südlichen. Die Alpenländer sind laut Rebetez alle in ähnlicher Weise vom überdurchschnittlichen Anstieg betroffen.
Innerhalb der letzten 30 Jahre stiegen die Temperaturen jeweils im Frühling und Sommer am stärksten an, und zwar um mehr als 0,8 Grad pro Jahrzehnt. Dies erkläre beispielsweise den massiven Rückgang der Schweizer Gletscher seit den Achtzigerjahren, sowie den früheren Vegetationsbeginn im Frühling.
Auswirkungen auf Landwirtschaft und Gesundheit
Die Temperaturzunahme wirkt sich gemäss Mitteilung aber auch auf Landwirtschaft, Tourismus, Energieverbrauch und Permafrostböden aus. Auch die Gesundheit und die Sicherheit des Menschen vor Naturereignissen werde beeinflusst.
Die Grundlagen der Untersuchung bildeten 12 Wetterstationen in der ganzen Schweiz. Diese befinden sich in Höhenlagen zwischen 316 und 2490 Metern über Meer.
