In einem weiteren Schritt sollte über die Schnittstelle ein Trichter gesenkt werden, der das austretende Öl an die Meeresoberfläche pumpt. Der Trichter sei bereits über dem Öl-Leck in Stellung, sagte Allen.
Endgültig zum Stillstand gebracht werden kann der Ölfluss laut BP erst im August, wenn zwei Bohrungen zum Grund der Quelle vier Kilometer unter dem Meeresboden abgeschlossen sind.
BP war nicht vorbereitet
Die grösste Ölkatastrophe in der US-Geschichte nimmt ihren Lauf, seit vor mehr als sechs Wochen die Bohrinsel «Deepwater Horizon» nach einer Explosion versank.
Nach einer Studie der Universität von Miami erstreckt sich der Ölteppich inzwischen auf einer Fläche von 24'435 Quadratkilometern - und ist damit fast drei Mal so gross wie auf den Satellitenbildern vom 1. Mai.
BP-Chef Tony Hayward gab zu, dass der Konzern auf das Leck am Meeresgrund nicht vorbereitet gewesen sei. «Es stimmt ohne Zweifel, dass wir nicht die Werkzeuge hatten, die in einen Werkzeugkasten gehören», sagte Hayward der Zeitung «Financial Times».
Die Ölkatastrophe schwächt BP zusehends; inzwischen haben sich die Ausgaben auf 1,35 Milliarden Dollar erhöht. Nach der Ratingagentur Moody's stufte nun auch Fitch die Kreditwürdigkeit des Unternehmens von AA auf AA ab.