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Tausende fliehen vor 'Emily'

Treffen die schlimmsten Befürchtungen ein, wird 'Emily' zweimal über die mexikanische Küste hinweg fegen.
Sonntag, 17. Juli 2005
Mexiko-Stadt - Mit einer Sturmgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde hat Hurrikan "Emily" Kurs auf Yukatan genommen.
Es wird erwartet, dass der Hurrikan bereits in der Nacht zum Montag über die mexikanische Halbinsel hinwegfegt, wo zehntausende Menschen bedroht sind. Die mexikanischen Behörden ordneten die Evakuierung der Gebiete an.

Allein an der so genannten Maja-Küste mit den Touristenzentren Cancn und Playa del Carmen sowie den Inseln Cozumel und Mujeres wurden 40 000 Menschen in Sicherheit gebracht. 20 000 Soldaten wurden für einen Katastropheneinsatz in Bereitschaft versetzt.

Riesige Wellen erwartet

Nach Angaben des Hurrikanzentrums in Miami wird der Wirbelsturm riesige Wellen gegen das Land treiben. Auch der südliche Nachbar Mexikos, Belize, gab eine Tropensturmwarnung heraus.

In Mexiko wird "Emily" bereits mit dem Hurrikan "Gilbert" verglichen, der 1988 die Karibikküste Mexikos mit Windgeschwindigkeiten von 287 Stundenkilometern im Zentrum heimgesucht hatte. Damals waren 320 Menschen ums Leben gekommen.

Warnungen aus Miami

Das Hurrikanzentrum in Miami hält es zudem für möglich, dass "Emily" noch weiter an Stärke zulegen könnte. Möglich sei auch, dass der Tropensturm ein zweites Mal auf mexikanisches Territorium trifft.

Wenn "Emily" über Yukatan und den Golf von Mexiko hinweggefegt ist, wird der Hurrikan am Mittwoch entweder auf den nördlichen mexikanischen Staat Tamaulipas oder den US-Staat Texas zusteuern.

bsk/sda