Schwere Regenfälle verwandelten Flüsse binnen Minuten in reissende Ströme. In ersten Berichten war von mindestens drei Toten die Rede. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde ein Mann unter einem einstürzenden Dach begraben, ein anderer Mann und ein zweijähriger Junge wurden von den Fluten fortgerissen und ertranken.
Kurz vor dem Auftreffen auf die Küste war der Wirbelsturm leicht nach Norden abgedreht und verschonte zunächst die stark bewohnten Gebiete um die Hauptstadt Manila.
«Die Bedrohung durch Taifun »Parma« für uns hier in Manila ist zurückgegangen», sagte Chef-Meteorologe Nathaniel Cruz. «Das sind gute Nachrichten. Aber ich muss die Leute ganz im Norden des Landes warnen: Dort wird das Unwetter schlimmer werden.»
Mit verheerenden Regenfällen hatte «Ketsana» die Philippinen vor einer Woche heimgesucht. Mehr als 80 Prozent der Hauptstadt Manila standen unter Wasser. Dort und in den umliegenden Provinzen kamen wahrscheinlich 300 Menschen ums Leben. Drei Millionen Menschen leiden unter den Folgen der schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren.
Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo hatte am Freitag den landesweiten Notstand ausgerufen, um Hilfsgelder für die Regionalregierungen freizugeben und die Preise für lebenswichtige Waren zu deckeln.
