Zur Zahl der Toten auf Sumatra gab es widersprüchliche Angaben: Während die staatliche indonesische Nachrichtenagentur auf Behördendaten verwies, wonach 500 Menschen in den Fluten gestorben seien, sprachen Hilfskräfte von bislang 69 Toten in der Provinz Aceh und 37 in der angrenzenden Provinz Nord-Sumatra.
Nach Einschätzung von Suwarno Anim, Mitarbeiter einer indonesischen Hilfsorganisation, könnte die Zahl allerdings steigen, sobald Rettungskräfte in entlegenere Regionen vorstossen.
Regierung: Über 70'000 Obdachlose
Zwei Jahre nach dem verheerenden Tsunami in Südostasien war die indonesische Insel vor Weihnachten von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Mehr als 500 Dörfer wurden nach Behördenangaben überflutet.
Die selbst für die Regenzeit ungewöhnlich heftigen Niederschläge zerstörten mindestens 2000 Häuser und andere Gebäude sowie 14 Brücken. Viele Gegenden konnten nur aus der Luft versorgt werden, weil Strassen weggespült worden waren.
Unterdessen bilanzierte Malaysia den Schaden der dortigen Unwetter in der vergangenen Woche. In den Fluten starben nach jüngsten Angaben 6 Menschen, gut 73 000 wurden obdachlos. Die Schadenssumme beträgt 22,9 Millionen US-Dollar 28 Millionen Franken.
