Die US-Küstenwache sagte, es sehe nicht danach aus, dass es zu orkanartigen Stürmen komme. Deswegen müssten die Arbeiten auch nicht unterbrochen werden.
Der «Alex» getaufte Sturm bildete sich im Westen der Karibik nahe der mexikanischen Halbinsel Yucatan, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum NHC der USA bekanntgab. Er hat sich bereits Belize genähert.
Erschwerte Bedingungen
Er dürfte zwar nicht direkt über das Katastrophengebiet der gesunkenen Plattform «Deepwater Horizon» hinwegziehen, dennoch könnten starke Winde und hohe Wellen in den nächsten Tagen die Anstrengungen zur Reinigung und zum Auffangen des weiterhin auslaufenden Öls massiv behindern.
Küstenwache-Admiral Thad Allen, den die US-Regierung zum Krisenkoordinator ernannt hat, warnte vor einem Wetterumschwung. «Das Wetter ist unberechenbar und wir müssen mit einer plötzlichen Änderung in letzter Minute rechnen», sagte er vor Journalisten.
Seit der Explosion der Plattform «Deepwater Horizon» am 20. April fliessen aus dem Bohrloch in einem Kilometer Tiefe grosse Mengen Öl ins Meer. Der Betreiber BP saugt mit Schiffen einen Teil davon ab. Inzwischen hat sich die Ölpest zur schwersten Katastrophe ihrer Art in der US-Geschichte ausgeweitet.

