Auf der Insel Hainan und in der boomenden Wirtschaftsregion Guangdong kam das Leben praktisch zum Stillstand, als Taifun «Damrey» mit Windgeschwindigkeiten von weit über hundert Kilometern pro Stunde über die Region hinweg fegte.
Viele Häuser wurden zerstört, Bäume entwurzelt, Strassen überschwemmt und Deiche beschädigt, wie amtliche Medien berichteten.
Viele Touristen steckten in den Hotels der südchinesischen Insel Hainan fest. Die acht Millionen Einwohner zählende Insel ist wegen ihres tropischen Klimas ein beliebtes Reiseziel und wird «das Bali Chinas» genannt. Vielerorts war der Strom ausgefallen. Der Flughafen von Haikou musste 67 Flüge streichen. 5000 Passagiere sassen fest.
Es sei der schlimmste Taifun in Hainan seit 1974, berichtete Cai Qinbo, Vizedirektor des meteorologischen Amtes.
Mehr als 40 000 Fischerboote waren in die Häfen zurückgerufen worden. Mehr als 200 000 Menschen waren in Südchina vor dem Wirbelsturm in Sicherheit gebracht worden. Schulen blieben geschlossen.
Auch die benachbarte, arme Autonome Region Guangxi war von schweren Niederschlägen und Überschwemmungen betroffen. In der Provinz Guangdong nahe Hongkong wurden Deiche an der Küste und Wasserreservoirs beschädigt, wie die Tageszeitung «China Daily» berichtete.
Derart starke Wirbelstürme heissen in Asien Taifun, während sie in Amerika Hurrikan genannt werden. Bei zwei vorhergegangenen schlimmen Taifunen waren in diesem Monat in China schon mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen.
