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Sondermülldeponie Kölliken stoppt Arbeiten

In der Deponie gelagerte Fässer vor dem Herausnehmen.
Dienstag, 8. Juli 2008
Bern - Die Arbeiten in der Sondermülldeponie in Kölliken AG sind nach mehreren Bränden vorübergehend eingestellt worden. Bevor die Sanierung fortgeführt wird, soll ein neues Sicherheitskonzept erstellt werden.
Die Angestellten müssten angesichts der Möglichkeit von Selbstentzündungen besser geschützt werden, sagte der Geschäftsführer der Deponie, Jean-Louis Tardet, in der Sendung «Schweiz aktuell» des Schweizer Fernsehens.

Bereits dreimal ist es in der Deponie durch Selbstentzündungen zu Bränden gekommen, zuletzt in der Nacht auf den 26. Juni. Die Brände gingen glimpflich aus. Hätten sie sich während der Arbeitszeit ereignet, wären die Angestellten jedoch gefährdet gewesen, sagte Tardet.

Kostspielige Totalsanierung

Die seit 1985 wegen Umweltgefährdung geschlossene Sondermülldeponie wird bis Ende 2012 total saniert. Insgesamt werden 500'000 Tonnen Giftmüll ausgebaggert. Der Rückbau findet in einer riesigen, luftdichten Halle unter Sicherheitsbedingungen statt.

Die Sanierungskosten belaufen sich insgesamt auf 700 Millionen Franken. Die Aufwendungen bezahlen die ehemaligen Betreiber der Deponie, die Kantone Aargau und Zürich sowie die Stadt Zürich und die Basler Chemie.

ht/sda