In dem Loch hätten sie Risse entdeckt, und die Eisschollen, die normalerweise auf dem See getrieben seien, hätten sich auf dem Boden des Kraters abgesetzt. Auch ein Fluss, der von dem See in der patagonischen Region Magallanes gespeist wurde, sei fast völlig verschwunden.Der Nationalpark liegt rund zweitausend Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago de Chile. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Gletscher oberhalb des Sees infolge des Klimawandels viel schneller als normal abgeschmolzen und der Wasserspiegel des Sees dadurch zunächst stark angestiegen ist.
Dann jedoch könnte das Gestein um den See herum dem höheren Wasserdruck nachgegeben haben und das gesamte Wasser in einer Geröll- und Schlammlawine Richtung Pazifik abgeflossen sein. Bewohner der nur dünn besiedelten Region vermuteten indes, dass sich bei einem Erdbeben im April ein Riss gebildet haben könnte, durch den das Wasser in den Untergrund geflossen ist.
