Die Eruption am Sonntag war demnach die schwerste seit Ende Juni. Anwohner, die gerade erst in ihre Dörfer zurückgekehrt waren, setzten sich sofort in ihre Autos oder auf ihre Motorräder, um erneut in den von der Regierung bereitgestellten Notunterkünften Zuflucht zu suchen. In einem Umkreis um den Vulkan von 500 Metern stand am Sonntag die Vegetation in Flammen.
Flugverkehr nicht beeinträchtigt
Die enormen Aschewolken des Vulkans erreichten eine Höhe von 3500 Metern. Der nahe gelegene Flughafen wurde aufgefordert, auf Gefahren durch Vulkanasche zu achten. Der Flugverkehr wurde nach Angaben der Behörden aber nicht beeinträchtigt.
Der Lokon im Norden von Sulawesi ist einer der aktivsten Vulkane Indonesiens. Sein letzter grosser Ausbruch fand im Jahr 1991 statt. Dabei wurde ein Wanderer aus der Schweiz getötet, Tausende mussten auch damals aus ihren Häusern fliehen.
Da Indonesien sich auf dem so genannten pazifischen Feuerring befindet, gibt es dort 129 aktive Vulkane. Bei mehreren Ausbrüchen des aktivsten Vulkans des Landes, des Merapi auf Java, waren Ende vergangenen Jahres mehr als 350 Menschen ums Leben gekommen.
