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Engelberg wieder erreichbar

Schwere Unwetter in der Innerschweiz

Aufräumarbeiten nach dem Unwetter.
Die Feuerwehr im Einsatz.
Die Feuerwehr im Einsatz.
Aufräumarbeiten.
Aufräumarbeiten.
Ergiebige Regenfälle.
Ergiebige Regenfälle.
Donnerstag, 30. Juni 2011
Schwyz/Zug - Schwere Unwetter haben in der Nacht auf Donnerstag die Zentralschweiz heimgesucht. Mehrere Strassen mussten wegen Erdrutschen gesperrt werden. Verletzt wurde niemand. Glimpflicher kamen die Ostschweiz und die Region Zürich davon.
Laut dem Wetterdienst MeteoNews regnete es bis Donnerstagmorgen vor allem in der Zentral- und Ostschweiz heftig. Auf dem Säntis wurden 97 Liter pro Quadratmeter gemessen, in Wädenswil ZH 87 Liter pro Quadratmeter.

Im ganzen Kanton Schwyz sei es zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen gekommen, teilte die Kantonspolizei mit. Zwischen 22 und 6 Uhr seien über 280 Notrufe eingegangen. Besonders betroffen seien die Ortschaften Altendorf, Freienbach, Pfäffikon und Willerzell.

Etliche Strassen mussten wegen Murgängen und grossen Wassermassen zeitweise gesperrt werden. Wegen eines Murgangs blieb am Donnerstagmittag die Verbindung zwischen Siebnen und Wägithal weiterhin gesperrt.

Zuger Gemeindefeuerwehren im Dauereinsatz

Im Kanton Zug standen die Gemeindefeuerwehren in der Gewitternacht wegen abrutschenden Hänge, überfliessenden Bächen und überfluteten Kellern im Dauereinsatz. Rund 70 Mal klingelte in der Nacht auf Donnerstag bei der Zuger Polizei das Telefon, gut 50 Mal wurden Gemeindefeuerwehren aufgeboten.

In Menzingen rutschte ein Hang auf die Strasse. Zehn Personen aus zwei Häusern wurden evakuiert und in Zivilschutzanlagen und einem Hotel untergebracht. In Oberägeri mussten nach Erdrutschen sechs Personen aus drei Häusern geholt werden.

Gesperrt wurden die Strassen zwischen Unter- und Mittelägeri, von Oberägeri nach Sattel SZ und über den Ratenpass nach Biberbrugg SZ sowie zwischen Menzingen und Hütten ZH.

Auch in den an die Kantone Zug und Schwyz angrenzenden Gebieten des Kantons Zürich hatte das Gewitter Folgen, wie Fabian Hegi von Schutz&Rettung Zürich sagte. Die Feuerwehren waren zwischen 18 Uhr am Mittwoch und 09 Uhr am Donnerstag 32 mal im Einsatz. Vor allem Keller und Unterführungen waren überflutet.

Engelberg wieder erreichbar

Bereits am Mittwochmorgen war nach heftigen Regenfällen die Strassen- und Bahnverbindung von Stans nach Engelberg OW verschüttet worden. Am Donnerstagmorgen konnte die Hauptstrasse zwischen Wolfenschiessen NW und Grafenort OW aber wieder befahren werden.

Die Bahnlinie zwischen Wolfenschiessen NW und Engelberg OW bleibt voraussichtlich bis morgen Freitagmittag geschlossen, wie ein Sprecher der Zentralbahn zb mitteilte. Die Bahnreisenden werden ab Dallenwil bis nach Engelberg mit Bussen befördert.

bert/sda