Besonders dramatisch war die Lage in Alagoas. Mehrere Dörfer an den Ufern des Flusses Munda seien «von der Karte gelöscht», berichtete die Feuerwehr. Andere seien komplett von der Aussenwelt abgeschnitten.
Mindestens 26 Menschen starben, doch könnte die Opferzahl rasch grösser werden, da mehr als tausend Menschen vermisst wurden. «Wir beten dafür, dass sie lebend gefunden werden. Aber wir sind in Sorge, da immer mehr Leichen an den Stränden und Flussufern angeschwemmt werden», sagte Gouverneur Vilela laut der amtlichen Nachrichtenagentur Agencia Brasil.
13 Tote in Pernambuco gezählt
Im benachbarten Bundesstaat Pernambuco, wo die Überschwemmungen ihren Anfang genommen hatten, wurden 13 Tote gezählt. In 53 Gemeinden wurde der Notstand ausgerufen. Mehr als 24'000 Menschen mussten in Pernambuco in Sicherheit gebracht werden, knapp 18'000 verloren ihr Heim in den Fluten.
Präsident Luiz Inacio Lula da Silva kündigte die Freigabe von Bundesgeldern an, um den Menschen rasch zu helfen, die in den Fluten ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Er traf sich mit den Gouverneuren der beiden betroffenen Bundesstaaten.
